Geschichte

Das Radsportrennen Haervejsloebet entspringt der Idee, die historische Heerstraße in die größte Sportarena Dänemarks zu verwandeln.

Hintergrund

Die Heerstraße liegt auf dem Höhenrücken Jütlands und diente jahrhundertelang als wichtige Route für Heere, Viehtreiber, Händler und Pilger.

Als Ende des 19. Jahrhunderts der Verkehr allmählich auf Züge und schließlich auf Kraftfahrzeuge überging, verlor der Haervejen seine Bedeutung als Verkehrsader durch Jütland und Verbindungsglied zwischen Dänemark und dem übrigen Europa.

Der Haervejen fand in den neueren Jahrzehnten jedoch immer größere Beachtung als rekreative Route für Wanderer und Radfahrer.

Die Infrastruktur des Hærvejen ist beträchtlich verbessert worden, und mittlerweile ist er vielen Dänen nun als Ort der Zuflucht aus dem Stress und der Hatz des Alltags bekannt.

Die Merkmale des Haervejen sind durch die letzte Eiszeit bedingt, als sich während der Eisschmelze allmählich die jetzige Landschaft herausbildete. So entstand der Höhenrücken Jütlands und damit auch die Wasserscheide, von der aus die fließenden Gewässer entweder nach Osten zum Kattegat oder nach Westen zur Nordsee verlaufen.

Als Resultat zeigt sich die Natur durch Jütland hinauf sehr vielfältig und immer welliger, je näher der Hærvejen an Viborg herankommt.

Die Arena

Die Heerstraßen-Arena ist eine Reise durch die Landschaft, die unterwegs mit zahlreichen Perlen aufwartet – besonders gekennzeichnet durch die Auswirkungen der letzten Eiszeit, durch die die Wasserscheide auf dem jütischen Höhenrücken entstand.

Gestartet wird an der schön gelegenen Flensburger Förde, woraufhin die Teilnehmer die dänische Grenze passieren und in ein Südjütland mit rundum weitem Ausblick einfahren.

Südlich von Vejen überqueren die Teilnehmer den Fluss Kongeå, seinerzeit die deutsch-dänische Grenze in den historisch dramatischen Jahren von 1864 bis 1920.

Die Landschaft verdichtet sich dann allmählich, indem die mitteljütischen Hügel an die Stelle der offenen südjütischen Landschaft treten.

Das Vejle-Flusstal zeigt sich den Teilnehmern als mitteljütisches Motiv mit Wasserläufen und Hügeln, worauf bei der weiteren Fahrt viele Varianten folgen.

Die Runensteine von Jelling liefern einen geschichtsträchtigen Einschlag, bevor das Motiv sich am Rørbæk-See fortsetzt, wo die größten Flüsse Dänemarks, Skjernå und Gudenå, in wenigen hundert Metern Entfernung voneinander entspringen, um dann nach Westen bzw. Osten zu fließen.

Von da an wird in Richtung Viborg das Bild auch immer mehr von den Wäldern beherrscht.

Die Teilnehmer durchqueren das größte kontinuierliche Waldgebiet Dänemarks in einem mehrere Kilometer breiten Gürtel bei Vrads, aber die Wälder setzen sich in Form der Kompedal-, Ulvedal- und Stendal-Plantage fort, nur unterbrochen vom neu eingerichteten Bølling-See, einem der größten Naturwiederherstellungsprojekte des Landes.

Im Naherholungsgebiet Dollerup Bakker lässt bereits Viborg grüßen, und die Heerstraßen-Arena kulminiert im historischen Viborg auf den Pflastersteinen an der Domkirche.

Haervejsloebet ist unterstützt von Sport Event Danmark.